26.10.2012 Stadtkirche St. Wenzel Naumburg

Das 300. Konzert im Rahmen der Aktion “366+1, Kirche klingt 2012″ der EKD findet in der Stadtkirche St. Wenzel in Naumburg/Saale statt

Kirchenmusikdirektor Jan-Martin Drafehn, Klaus-Martin Bresgott, Initiator der Aktion “366+1, Kirche klingt 2012″ vom Kulturbüro der EKD, und Wenzelsorganist David Franke (v.l.n.r.) präsentieren die Chronik. Klaus-Martin Bresgott stellt das Projekt vor.

Unter der Leitung von KMD Jan-Martin Drafehn sind in diesem Konzert Lieder Martin Luthers und zeitgenössische Orgelimprovisationen zu hören

Der Naumburger Kammerchor, 1979 vom damaligen Domkantor KMD Reinhard Ohse gegründet, mit dem Choral “Es wolle Gott uns gnädig sein” im Satz von Michael Praetorius (1571 – 1621). Im Dialog dazu…

erklingen, gespielt von Wenzelsorganist David Franke, Improvisationen zu den Versen des Chorals

Spannend und mit großer dynamischer Bandbreite gestaltet der Naumburger Kammerchor den Choral “Gott der Vater steh uns bei” nach einer deutschen Litanei im Satz des diesjährigen Jubilars Hans Leo Haßler (1546 – 1612)

Domkantor Jan-Martin Drafehn leitet den Chor mit klarer Diktion

Dieses Glasfenster begrüßt die Besucher zum 300. Konzert im Rahmen der Aktion “366+1, Kirche klingt 2012″. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien feiern mit der Aktion das Themenjahr “Reformation und Musik” im Rahmen der Lutherdekade

Zacharias Hildebrandt (1688 – 1757) erbaute 1746 diese berühmte dreimanualige Orgel. Sie wurde von seinem Lehrer Johann Gottfried Silbermann (1683 – 1753) und von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) abgenommen. Die Beschriftung der Register ist noch im Original erhalten, schon Bach hat sie hier alle gezogen

David Franke besticht durch große technische Finesse und einen phantasievollen Umgang mit den Vorlagen seiner Improvisationen

“Verleih uns Frieden gnädiglich”, die Sätzte von Johann Walter (1496 – 1570) und Bartholomäus Gesius (1562 – 1613) verbinden…

KMD Jan-Martin Drafehn und…

David Franke zu einer eindrücklichen Paraphrase für Chor und Orgel

Die Stadtkirche St. Wenzel ist ein spätgotischer Bau von 1426. Der barocke Hochaltar stammt von 1680

Das Leit-Lied der 43. Kalenderwoche “Der Mond ist aufgegangen” erklingt zum Abschluss des Konzerts in vielfältigen Schattierungen im Satz von Max Reger (1873 – 1916)

Klaus-Martin Bresgott begrüßt unter den Konzertbesuchern auch den ehemaligen Domkantor Reinhard Ohse (l, *1930), der den Kammerchor einst gegründet hat. Reinhard Ohse hat sich auch als Komponist einen Namen gemacht, unter anderem mit der Motette “Sorget nicht” (op. 119 nach Matthäus 6, 25-34), den Seligpreisungen (op. 107) und der Lettner-Passion (op. 108) auf den berühmten Lettner im Naumburger Dom sowie Instrumentalwerken wie der Poeler Bagatelle (op. 106)

Nach dem Konzert tragen sich Besucher und Mitwirkende in die Chronik ein. Die Fotos aus der Wenzelskirche sind von Andreas Schoelzel

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